Montag, 28. April 2014

mit veganern in der eisdiele

vor mir ein dreiergrüppchen junger leute. hatten zeit. der typ bekam seinen shake und die beiden mädels standen rum. als ich nachfragte stellte sich raus, die wollten auch was bestellen.

mädchen 1: ich hätte gerne ein veganes spagettieis.

da kriegte ich schon die krise! ein spagettieis besteht gemeinhin aus sahne (nicht vegan), vanilleeis (auch nicht), erdbeersauce und streuseln aus weißer schokolade (nicht vegan). der nette typ hinter dem tresen befand die bestellung dann auch nicht so einfach....

zu meinem glück gab's noch ne zweite bedienung und während mädchen 1 noch mit bedienung 1 beriet, bestellte

mädchen 2: ich hätte gerne einen veganen bananasplit.

aaaargh!!! bananasplit besteht gemeinhin aus banane (zugegebenermaßen vegan), vanilleeis (s.o.), sahne (s.o.) und schokoladensauce (die gerne auch nicht-vegane bestandteile enthält).

da meine mittagspause begrenzt ist bin ich mal kurz dazwischengefunkt und habe freunlich gefragt, ob ich mir derweil wohl eine kugel karamell in der waffel bestellen durfte (alles nicht vegan). durfte ich.

no further comment from my side.

lieblingstier - graffiti in kreuzberg


Sonntag, 20. April 2014

samstagabend wrangelkiez

gestartet sind wir bei frau rauscher. wollte ich schon länger mal hin, da gibt's deutsche hausmannskost und sieht auch ganz nett zum sitzen aus. samstagabend um 20.30 war der laden leer, aber wir sind trotzdem rein. essen war ok und ich fand es eh ziemlich leer im kiez - vielleicht ist es da sonst etwas voller... keine ahnung.

danach mit ner guten grundlage in die bar ecke wrangelstraße / skalitzer. habe die im netz nicht gefunden - vielleicht haben die noch keine seite. sehr schöne räumlichkeiten, übersichtliche karte, noch relativ leer und wir haben einen platz an der bar genommen. es war ja nu noch nicht so viel los, aber die beiden barkeeper sind wie auf speed hinter der bar hin und her geflitzt und haben eine hektik verbreitet,  die uns so wuschig gemacht hat, dass wir es bei einem getränk belassen haben.

weiter in's kvartira No. 62 - ich verweise mal hier hin, da ich keine website gefunden habe. der laden soll ja russisch sein. naja. die gäste aus spanien, die beiden hinter der bar aus lettland bzw. argentinien, musik von jimi hendrix. nach dem speedy gonzalez in der bar vorher haben wir das moderate tempo hier bei einem white russian und einem pinienwodka aber sehr genossen und fanden es ziemlich egal, wer hier woher kommt.

um eins wieder zuhause, keinen kater am nächsten tag. was will man mehr.

Samstag, 5. April 2014

bei frau sadowski

meine bisherigen friseure in berlin waren alle soweit ganz ok, aber so richtig glücklich war ich bisher noch nicht. also mal wieder was neues ausprobiert und mir einen termin bei

frau sadowski

geben lassen. die hat mich verschönert und auch gut unterhalten, so dass das ein sehr kurzweiliger besuch war. zudem war es mal ganz interessant, ein paar interna aus dem kiez zu hören. offenbar bin ich nicht die einzige, die total genervt von der dealerszene ist aber so richtige ideen hat man in der ecke auch nicht wirklich, wie man dagegen angehen kann. man ist frustriert, wie sich der kiez negativ verändert hat und viele denken ans weggehen. frau sadowski wird aber erstmal bleiben und ich gehe wohl auch wieder zu ihr.


Sonntag, 30. März 2014

queer burlesque again


weil es uns so gut gefallen hatte, noch mal zum queer burleske festival gegangen. ich war vorher schon nölig drauf, fand dieses mal die loction nicht so dolle (schlechte lüftung und sauerstoffmangel und bühne viel zu niedrig) und die künstler waren mir dieses mal zu queer und zu wenig burlesque. zu gucken gab's auch dieses mal wieder viel buntes volk und stimmung war angenehm. will also niemanden davon abhalten, zum 4. burlesque festival zu gehen.

übrigens bin ich immer ganz hingerissen von diesem schönen wesen, das in natura nicht so doof guckt, sondern ein bambi ist. 



taste twelve berlin 2014 - paris-moskau

heute abend restaurant nr. 2 unseres taste twelve ausprobiert, das paris-moskau.

das kleine haus liegt zwischen dunklen straßen und zwischen baustellen hinter dem hauptbahnhof versteckt, ist innen hübsch verwinkelt und ich würde sofort dort einziehen!

zu bemängeln gab es lediglich kleinigkeiten (mussten relativ lange auf unser essen warten, dafür gab es als entschuldigungs-zwischengang eine mango-mousse; unser wein war aus, dafür gab es ersatzweise einen teureren zum selben preis; einmal wurde das brot vergessen, das kann passieren) - alles in allem hatten wir einen wunderbaren abend: schöne location, netter und professioneller service, das essen war hervorragend.

auf unserer liste liegt das paris-moskau nun auf platz 1 vor dem filetstück.


Sonntag, 16. Februar 2014

taste twelve berlin 2014 - filetstück

ich habe c. und mir zum neuen jahr das taste twelve büchlein geschenkt. funktioniert so: in dem büchlein stellen sich 12 restaurants vor, wenn man dort mit büchlein hingeht, bekommt man ein hauptgericht umsonst. damit haben wir den anlass, uns durch berlin durchzufressen und in stadtteile und restaurants zu gehen, wo wir sonst nicht unbedingt hingehen würden. ob das dann alles ganz toll war, werde ich dann sicherlich ende des jahres zusammenfassen können.

angefangen haben wir gestern im filetstück in charlottenburg. wer fleisch mag, ist dort richtig. mein bedarf ist jetzt erstmal für die nächsten 2 monate gedeckt... schöne location, lecker essen, zuvorkommender service, guter wein. mein portemonnaie hat zwar gezuckt, aber beschweren konnten wir uns nicht.


Dienstag, 11. Februar 2014

berlinale tagebuch III


sonntag, 10.2.14

8.00 uhr
frühstück. 

9.45 uhr
schon wieder friedrichstadt-palast, puh! diesmal kein sektchen. stühle scheinen noch unbequemer. 

13.00 uhr
film "geliebte schwestern" war sehr schön und wir sehr zufrieden.


f a z i t

war super und wir hätten gut noch die woche so weitermachen können!

berlinale tagebuch II


samstag, 10.2.14

10.00 uhr
schön gemütlich zuhause gefrühstückt und dabei berlinale-artikel in diversen zeitungen studiert.
dann gen potsdamer platz.

11.15 uhr
kurz beim cinemaxx angestanden (warum ist nur 1 kasse auf?!) und keine karten bekommen.

11.30 uhr
erstmal ein sektchen im "billy wilder's" getrunken. gehört bei uns zur berlinale dazu.

12.30 uhr
gen cubix. dort gab's problemlos karten für einen französischen film, bei dem wir zwischendurch zwar fast eingeschlafen wären (bequeme sitze!), aber macht ja nix. cubix ist super!

16.00 uhr
schnell am hackeschen markt schlechte brusschetta gegessen, dann schnell zum friedrichstadt-palast, gar nicht lange angestanden und uns gefreut, dass wir karten für "jack" bekommen haben.

17.45 uhr
noch mal ein sektchen an der bar, dann auf immer noch sau-unbequemen stühlen guten film geguckt.

19.45 uhr
schnell ins taxi gehüpft, nach hause, umgezogen und aufgerüscht, wieder ins taxi gehüpft, damit wir um

21.00 uhr
pünktlich im pauly saal sind. wie es dort war, ist hier zu lesen.

23.30 uhr
satt und glücklich gen zuhause.

f a z i t

friedrichstadt-palast scheint unser berlinale-kino zu sein. vorteil, das ding ist halt riesengroß, so dass man dort immer noch gut karten bekommt. nachteil, mir tun hintern und rücken und knie weh vom sitzen. 

normalerweilse gehe ich nie ins cubix kino. aber bei der berlinale hat es uns bislang immer gefallen. die sind irgendwie gut organisiert, die kinos sind gut, man bekommt immer karten.

berlinale tagebuch

freitag, 9.2.14

10.00 uhr
treffen mit k. an den arkaden. da wir glücklicherweise einige karten übers internet bekommen hatten und im vorverkauf eh fast alles ausverkauft war mal kurz beschlossen, uns nicht anzustellen, sondern direkt zum friedrichstadt-palast zu fahren.

10.30 - 11.30 uhr
die füße vor der tageskasse plattgestanden und gefroren. wieso machen die erst ne halbe stunde vor filmbeginn auf? nervig!

11.40 uhr
karten für "the grand budapest hotel" bekommen, juchu!

11.45 uhr
sektchen an der bar, dann auf sau-unbequemen stühlen schönen film geguckt.

14.00 uhr
gen alt-treptow, k's koffer nach hause bringen.

15.30 uhr
gen zoo-palast. und dann erstmal ein sektchen und was essen.

17.45 uhr
gemeinsam mit den stars von "yves saint-laurent" über bzw. neben dem roten teppich ins kino.
sau-bequeme sitze, schönes kino, gute plätze, schöner aber gepflegt langweiliger film.

20.00 uhr
noch mal kurz die stars auf der bühne beklatscht und dann schnell los gen friedrichstadt-palast, um rechtzeitig zu christian bale und "american hustle" am start zu sein.

20.45 uhr
gemeinsam mit jorge über den roten teppich ins kino. erstmal plätze belegt, dann ein sektchen, und drinnen am roten teppich auf die stars gewartet

21.10 uhr
alles richtig gemacht! k. hat christian bale fotografiert, während er neben uns autogramme gegeben hat. ich habe nur geguckt und mich gefreut.
dann mal kurz stress, um wieder zu unseren plätzen zu kommen. wieder über die sau-unbequemen sitze gejammert, aber film war gut und wir waren glücklich.

23.50 uhr
auf zwei aperol spritz in einer bar am reichstagsufer. dann nach hause ins bett gefallen.

f a z i t

der kartenvorverkauf bei der berlinale nervt! warum gibt es so wenig vvk-stellen, so dass man stunden in der schlange stehen muss, um wenn man dran ist festzustellen, dass alles ausverkauft ist. blöd! wir sind jetzt dazu übergegangen, direkt an der tageskasse anzustehen.

die sitze im friedrichstadt-palast sind sowas von unbequem, dass es eigentlich schon unverschämt ist!

3 mehr oder weniger gute filme an einem tag, stars fast zum anfassen, wir hatten spaß! super!

Montag, 10. Februar 2014

pauly saal

gelegentlich wird mir ja vorgehalten, dass ich immer so kritisch sei und immer was zu meckern fände.

im pauly saal gab's nix zu meckern!

unser tisch war noch nicht fertig, als wir kamen, aber 1. waren wir einen ticken zu früh und 2. war berlinale, wo die restaurants proppevoll sind. also alles gut und wir haben an der bar erstmal einen sekt getrunken.





als wir den gerade ausgetrunken hatten, war der tisch dann auch frei und wir hatten einen höchst angenehmen abend in schöner location, bequemen sitzen, gutem service und hervorragendem essen! sollte man bei den preisen zwar auch erwarten können, aber selbstverständlich ist das ja nicht unbedingt.

als erstes gab es einen kleinen brotkorb mit butter und schmalz. das war derart lecker, dass ich davon so viel gegessen habe, dass ich nach der vorspeise - brandenburgische "gabelbissen" - schon satt war.
aber meine kaninchenrolle in speckmantel mit champigons, kohlrabi, kleinen zwiebeln und etwas, das ich vergessen habe, was aber in der kombination der hammer war, war derart lecker, dass ich den teller noch mit dem köstlichen brot ausgewischt habe.

meine freunde hatten fisch und der sommelier hat uns einen chardonnay empfohlen, der zu beiden gerichten gut passte.

dessert ist ja nicht so mein ding, aber das sorbet zusammen mit einem dessertwein musste dann noch sein und war ein leckerer abschluss.

der café für meine freundin wurde vergessen, aber das war dann echt egal.

war was besonderes und gerne mal wieder!




Dienstag, 28. Januar 2014

supper clubs

zum thema supper clubs noch eine randbemerkung. scheint ja irgendwie ganz hip zu sein, und als ich wieder darüber nachdachte, fiel mir ein, dass ich schon 2006 in meinem guten alten kleinen provinzstädtchen lüneburg an einem supper club teilgenommen habe, den mein bekannter m. damals hielt. da hieß das nur noch nicht supperclub und war nicht hip...

muse

freitagabend mit meiner xing-kunstgruppe zum kunst-dinner im muse.

die haben wohl mal als supper club angefangen und waren damit so erfolgreich, dass sie jetzt ein restaurant aufgemacht haben, was aber die supper club tradition insofern fortsetzt, als man mit vielen leuten an langen tischen sitzt und ein vorgegebenes menue bekommt. nachzulesen im zweifel im internet siehe auch oben.

ich war mit der xing-gruppe dort, mit der ich gelegentlich ausstellungen und galerien besuche. extra für uns wurde daher ein kunst-menue kreiert.

wir wurden sehr herzlich vom besitzer, amuse geules und crémant empfangen, wobei die gereichte zucchinisuppe die erste enttäuschung war - sie schmeckte nach gar nichts. aber erstmal egal.

dann von der bar an den tisch. ich fand die stühle ziemlich unbequem, meine freundin die beleuchtung unangenehm. letzteres wurde auf nachfrage schnell behoben, für ersteres hätte man umbauen müssen. aber nicht so wild.

der erste gang war botticellis geburt der venus nachempfunden, bestand aus jakobsmuschel mit mango, avocadocreme und süßkartoffel. und sah so aus (hier die vegetarische variante mit zucchini statt jakob).



die süßkartoffel schmeckte nach gar nichts. der rest ganz ok. meine freundin mochte es nicht.
dazu gab es einen ganz leckeren weißwein. aber leider kein brot.

der zweite gang war monets seerosen mit brücke nachemfunden, bestand aus einer kressesuppe mit blume, krabbeneinlage (ohne tümpelbewohner bei der veg-variante) und etwas undefinierbarem als brücke. und sah so aus, wobei meine brücke schon ordentlich über dem teich lag und es wirklich ganz hübsch aussah.


die suppe war kalt und schmeckte nach gar nichts mit etwas grasaroma.
dazu gab es einen ganz leckeren weißwein. aber leider kein brot.

der dritte gang war in etwa diesem bild von jackson pollock nachempfunden. vom essen habe ich kein foto, aber erstaunlicherweise sah das geschnetzelte iberische schwein mit sauce und schwarzen linsen genauso aus.


ich fand es etwas fade. und kalt. meine freundin mochte es.
dazu gab es weiter einen ganz leckeren weißwein. aber leider kein brot.

der vierte gang stand unter dem motto von mark rothko und bestand aus zwiebelmarmelade, rote beete, fleisch (welches appetitlicher aussah als die auberginen-veg-variante dieses fotos) und reis.
und sah so aus:


das foto trifft es nicht so ganz, in echt war das wirklich sehr appetitlich und davon abgesehen, dass es leider kalt war, schmeckte es auch ganz ordentlich.
dazu gab es einen guten rotwein. brot in diesem fall nicht wirlich nötig, wäre aber nett gewesen.

bis dato hielt sich unsere begeisterung nett gesagt ziemlich in grenzen. etwas versöhnt wurden wir dann vom dessert à la cézanne. apfel und marzipanäpfelchen auf karamell mit vanilliemilchcreme.


fanden wir alle lecker. dazu gab es einen weißen dessertwein, der auch gut passte.
jetzt wollte ich auch kein brot mehr.

der café, den viele bestellt hatten, kam nie. war aber egal.

angesichts des netten teams, des herzlichen empfangs, der liebevollen umsetzung und kreativer ideen mag man gar nicht meckern, wir hatten auch einen netten abend und der wein wurde so großzügig nachgeschenkt, dass man eh bei laune geblieben ist - aber das essen war einfach eine enttäuschung. größtenteils kalt und es hat alles in allem einfach nicht wirklich gut geschmeckt. schade.




Samstag, 18. Januar 2014

freitagabend in schöneberg friedenau

aus organisatorischen gründen am bundesplatz gelandet.

zuerst im netten kleinen cosima film geguckt und danach beim italiener um die ecke einen wein getrunken. das kino würde ich durchaus wieder besuchen, den italiener nicht. von nobili haben wir nichts gemerkt, miseri schon eher. so muffelig-unfreundlich wurde ich schon lange nicht mehr irgendwo empfangen. von berliner taxifahrern ist man das ja gewohnt, aber von italienischen gastronomen bisher noch nicht.